Der Fehler 500: dieser gefürchtete Gegner, den niemand auch nur von Weitem sehen möchte. Wer schon einmal mit seinen Folgen zu kämpfen hatte, wird uns zustimmen: Auch wenn er nicht so schlimm ist, wie man befürchtet, bringt er das digitale Fundament Ihres Onlineshops ins Wanken.
Sinkende Umsätze, schlechteres Ranking, schwächere Optimierung, verärgerte Kunden. Nach so einem Ausrutscher ist die Liste der Folgen lang. Zum Glück ist die Behebung alles andere als kompliziert.
Línea Gráfica stellt Ihnen hier einen praktischen Leitfaden vor, auf den Sie zurückgreifen können, wenn der „HTTP-Fehler 500“ auf der Bildfläche erscheint. Mit diesen Tipps ordnen Sie seine Ursache in Ruhe ein und bewerten mögliche Lösungen fundiert.
Die Ursache des Fehlers 500
Für alle, die noch nicht genau wissen, womit sie es zu tun haben: Ein Fehler 500 ist ein interner Serverfehler bei der Ausführung einer Anfrage. Er meldet, dass auf dem Webserver etwas nicht so funktioniert, wie es sollte (Achtung: Mit dem klassischen 404 hat das nichts zu tun).
Das Lästige an „500“, wie wir ihn ab jetzt nennen: Seine Ursachen sind so diffus, dass es schwerfällt, eine passende Lösung zu finden, die ihn dauerhaft fernhält. Fest steht aber, dass er meist auf einem dieser Wege entsteht:
- Ordnerberechtigungen: Gut möglich, dass die Berechtigungen eines Ihrer Ordner falsch gesetzt sind. Berechtigungen auf 777 öffnen zu viele Türen und schaffen zu viele Schwachstellen, sodass die Dateien in den Ordnern beschädigt werden können.
- Zeitüberschreitung: Jeder Server hat ein eigenes Zeitlimit, das festlegt, wie lange ein Skript laufen darf, das Importe, Exporte, das Einspielen von Backups oder Übersetzungen übernimmt. Wird dieses Limit (meist 30 Sekunden) überschritten, erscheint der Fehler 500.
- .htaccess: Der dritte Weg, auf dem sich „500“ einschleicht, ist eine fehlerhafte Konfiguration der htaccess-Datei. Eine unsaubere htaccess-Syntax oder falsch eingesetzte suchmaschinenfreundliche URLs verursachen interne Probleme auf dem Webserver, und schon ist unser Freund 500 zur Stelle. Ärgerlich.
Den Fehler 500 aufspüren
Um den Fehler sicher zu lokalisieren, aktivieren wir per FTP die Fehlermeldungen und navigieren anschließend durch Frontoffice und Backoffice, um das Problem zu reproduzieren.
In den PrestaShop-Versionen von v1.5.3 bis v1.7 (den neuesten) gehen Sie so vor:
- Öffnen Sie config/defines.inc.php
- Suchen Sie die Zeile define ('_PS_MODE_DEV_', false);
- Ändern Sie sie in ('_PS_MODE_DEV_', true);
Bei allen älteren Versionen gehen Sie folgendermaßen vor:
- Öffnen Sie config/config.inc.php
- Suchen Sie die Zeile @ini_set('display_errors', 'off');
- Ändern Sie sie in @ini_set('display_errors', 'on');
Sobald die Fehleranzeige aktiviert ist, sehen wir genauer, woher der Fehler stammt, warum er aufgetreten ist und wie wir ihn angehen können. Ihre Tage sind gezählt, Herr 500.
Den Fehler 500 beheben
Oben haben wir die häufigsten Ursachen des Fehlers genannt, jetzt folgen die Lösungen. Es kann allerdings sein, dass Sie bei der Diagnose im vorigen Schritt auf eine andere Ursache als die drei folgenden stoßen. Kein Grund zur Sorge: Sie haben jetzt deutlich mehr Informationen über den Fehler, und damit ist die Reparatur schon in greifbarer Nähe.
Wenn der Fehler an einer Zeitüberschreitung liegt: Dann müssen Sie das Zeitlimit erhöhen, damit bestimmte Skripte problemlos laufen können. Wenden Sie sich an Ihren Hosting-Anbieter, lassen Sie den Parameter anpassen und atmen Sie auf.
Wenn der Fehler in der .htaccess liegt: Erstellen Sie eine Sicherungskopie der „.htaccess“ und deaktivieren Sie die suchmaschinenfreundlichen URLs oder stellen Sie die gesicherte Datei einfach über das Backoffice wieder her.
Liegt der Fehler bei den Ordnerberechtigungen, ändern Sie diese einfach von 777 auf 755 oder umgekehrt. Schnell, einfach und unkompliziert.